Programm
Vierzehn Leben
Ausstellung
5. 3. 2026
18:00 bis 20:00 Uhr
Ort: Martinstraße 100 , 1180 Wien
Foyer im Amtshaus
Beschreibung
Vierzehn Leben: Währingerinnen und der Nationalsozialismus
Die Vernissage findet am 5. März um 18 Uhr statt.
Die Ausstellung ist anschließend bis 30. September geöffnet: Montag bis Freitag 7.30 bis 15.30 Uhr, Donnerstag bis 17.30 Uhr
Vierzehn Leben in Währing, vierzehn Frauen und der Nationalsozialismus – davon erzählt diese Ausstellung: Da ist die Erfolge feiernde Fotografin, als Jüdin deportiert und heute vergessen. Die Kommunistin, die in Spanien gegen den Faschismus kämpft und deren Spuren sich in Paris verlieren. Die angesehene Gersthofer Parfumhändlerin, deren Kundschaft plötzlich ausbleibt. Sozialdemokratinnen, widerständig bis zur Verhaftung, eine ungehorsame Nonne – und ein Dienstmädchen, das einen Brief an den falschen Mann schreibt.
Woher diese Frauen kommen, wohin sie gehen, fliehen oder deportiert werden, ist ganz unterschiedlich – was sie gemeinsam haben, ist Währing: Für manche ist der Bezirk die Heimat, aus der sie vertrieben werden, für andere eine kurze Station in einem bewegten Leben, und für manche wird er zur Falle.
Dass wir heute noch Informationen über diese Währingerinnen finden, liegt auch am Einbruch des Nationalsozialismus in ihre Leben: Die Namen stehen auf Häftlingslisten von Konzentrationslagern, sie finden sich in Dokumenten des Widerstands. Manche haben überlebt und konnten von ihrem Leben erzählen, zu anderen finden sich nur noch ein paar magere Zahlen – dennoch oder gerade deswegen erinnert diese Ausstellung daran, dass auch sie einmal hier in Währing ein Zuhause hatten.